Inszenieren Installieren Kuratieren Der übergang vom Inszenieren zur Installation zum Kuratieren ist fließend. Das Ereignis stellt das Thema: Kultur, Ausstellungen, Festivals, Gala-Events, Offizielle und Private Feste, Firmenauftritte, Messen, Produktpräsentation, Jubiläen und Jahreszeiten. Ein eigenes Konzept oder die Wünsche des Auftraggebers bestimmen den Ort, die inhaltlichen Vorgaben. Die Fantasie entzündet sich an dieser Aufgabe, an Namen, Farben, Motiven und wächst zu Bildern. Diese Fantasie zu verwirklichen ist die eigentliche Leistung der Inszenierung. Die Qualität des Materials, die handwerkliche Umsetzung und präzise Ausführung sind notwendige Voraussetzungen für eine gelungene Arbeit. Der Inszenator setzt gezielt Mittel zur Verwandlung ein: er arbeitet mit Effekten wie Farbe, Licht, Ton, Duft, Staffagen. Die Wahl dieser Instrumente bestimmt die Atmosphäre des Raumes, bildet die Aura für die Objekte, formt das Ereignis: wenn es glückt verbinden sich Geist und Materie. Jedes Ereignis wird einmalig. Die Menschen sind Zentrum, sie sind eingeladen: in den Raum, zu Geschichten, Kunstwerken, Erfahrungen, in geistige Verknüpfungen, zu Tanz und Vergnügen. Begleitende Druckschriften aus der Hand der Kreateurin können ein wichtiger Teil der Inszenierung sein: ein Katalog ergänzt inhaltlich, Einladungskarte, Menükarte illustrieren das Ereignis. Sie sind bleibende Erinnerung zum Mitnehmen. Künstlerisch wird die Inszenierung erst dann, wenn sie die Wahrnehmung verändert, den Blick irritiert, den Raum zu etwas Neuem macht. Wenn der Betrachter die Inszenierung früher oder später verlässt, begleitet sie ihn hinaus in die alltägliche Welt: dort installiert sie sich neu. |